Inhalts-Bereich:

Technik der Laserdirektgravur

Für die Laserdirektgravur von Elastomeren - im englischsprachigen Raum Direct Laser Engraving (DLE) genannt - werden CO2-Laser oder Hochenergie-Festkörperlaser verwendet. Bei dieser Technologie zur Bebilderung von Druckformen wird das Druckformmaterial direkt bis in die Relieftiefe abgetragen. Anders als bei der 2-dimensionalen Entfernung der schwarzen LAMS-Schicht (Laser Ablation Mask System) bei Photopolymeren mittels Niedrigenergie-Festkörperlaser besteht somit die Möglichkeit der gezielten 3-dimensionalen Ausgestaltung der Hochdruckform.

 

 

3 x 3D-Effekt - Der prinzipielle Vorteil der Direktgravur

Diese räumliche Modellierung der Druckelemente bei der Laserdirektstrukturierung von Elastomeren bietet dem Flexodrucker die Möglichkeit zur Verbesserung der Druckqualität und gelichzeitig zur Verlängerung der Lebensdauer der Druckform.

  1. First step: Durch die Ausformung der Elemente im oberen Bereich als Zylinder wird selbst bei langen Druckaufträgen ein Punktzuwachs im Vergleich zu einer reinen Kegelform vermieden.
  2. Versockelung: Durch die Vorgabe definierter Flanken wird eine bessere Versockelung der Punkte bewirkt und eine Stabilisierung kleinster Druckelemente ermöglicht.

 

 

 3. Under Cut: Einen weiteren Vorteil bietet die Möglichkeit der Programmierung des „Under Cut“. Bei dieser Option wird die Höhe der Highlights durch den Laser leicht reduziert. Somit werden auch bei erhöhter Anstellung die kleinen Elemente nicht verquetscht.

Neben den Vorteilen der Direktgravur bietet der Einsatz von Elastomeren als Druckform weitere Vorteile. Über die Auswahl der Werkstoffe kann aktiv die Farbübertragung und chemische Beständigkeit positiv beeinflusst werden. Die Auswahl an unterschiedlichen Sleevesaufbauten ermöglicht hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit eine maßgeschneiderte Lösung für jeden Kunden.